4 Gründe, warum die Kindertrage den Kinderwagen überholt

Kindertrage

An dieser Stelle wollen wir uns einer grundsätzlichen Frage widmen: Was ist die bessere Wahl – Kindertrage oder Kinderwagen? Auch hierzu gibt es bereits einige tolle Artikel im Netz, die die beiden Produkte gegenüberstellen. Wir wollen daher die Frage aus einer ganz anderen Perspektive betrachten: Welche der beiden Optionen bereitet dir und deinem Kind ein unvergessliches Erlebnis?

Zunächst einmal sei gesagt: Zu verallgemeinern und generalisieren gibt es beim Thema Kinder überhaupt gar nichts. Jedes Kind ist absolut einzigartig. Wie es tickt und was es mag, kann niemand vorhersagen. Ob es in der Kindertrage schreien und im Kinderwagen zufrieden einschlafen wird – oder andersherum – können selbst bestens vorbereitete Eltern nicht vorher wissen.

Und ein Kinderwagen hat gegenüber einer Kindertrage einige Vorzüge: Du kannst ihn schieben, kommst damit bei Normaltemperaturen selten ins Schwitzen oder kannst anstelle deines Kindes zusätzlich etwas anderes tragen.

Aber ist das wirklich alles, das zählt?

Natürlich nicht. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit hast du dich bewusst dafür entschieden, das Kind zur Welt zu bringen. Du weisst: Es wird einen großen Platz in deinem Leben einnehmen. Und du möchtest alles dafür tun, dass es seine erste Zeit auf Erden positiv erlebt.

Genau an dieser Stelle bringt dich die Kindertrage schneller zum Ziel als der Kinderwagen – und das, obwohl sie keine Räder hat. Hier also die 4 besten Gründe, warum die Kindertrage den Kinderwagen in Punkto positives Erleben überholt:

Grund 1: Ein sanfter Wandel

Dein Kind braucht nach der Geburt deine körperliche Nähe. Es ist gerade die Reise seines Lebens angetreten, kann sich noch nicht selbstständig bewegen und fragt sich wahrscheinlich permanent, wo es jetzt gelandet ist.

Das Kind kommt aus einer körperlichen Umgebung heraus auf diese Welt. Wenn es diesen Wandel nicht als irritierend und abrupt wahrnehmen soll, tun Menschen in der unmittelbaren Nähe gut daran, eine zumindest teilweise körperliche Umgebung zu kreieren – und diese dann in langsamen Schritten abzubauen (wenn auch nie ganz).

Wenn du dein Kind kaum trägst, sondern in den ersten Tagen schon nur noch im Kinderwagen schiebst, erfährt es den Wandel als etwas Plötzliches, Unvorhergesehenes und Trennendes: Vom kompletten Einssein mit der Mutter zu einem leicht befremdlichen Herumliegen gänzlich ohne Körperkontakt.

Das Tragen mit Tragehilfe mildert hingegen den heftigen Trennungs-Eindruck und vermittelt dem Kind: Du bist zwar nicht mehr da, wo du vorher warst, aber dir geht es hier genauso gut. Du musst die körperliche Nähe aus früheren Zeiten nicht vermissen. Du darfst dich langsam und in eigenem Tempo davon lösen.

Neverland Kindertrage System Rucksack; TÜV geprüft; Premium Qualität, Modell:Koala

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  • Verstellbares Tragesystem mit extrabreitem Riemen für ermüdungsfreies Tragen (bis ca. 20kg, abhängig von der Kraft des PapasJ)
  • Rückenlänge verstellbar in mehreren Stufen
  • Gepolstertes Sicherheitssystem und höhenverstellbarer Sitz für das Kind

Grund 2: Direkte Kommunikation

Kinder freuen sich, so wie Erwachsene, über direkte Ansprache und ernsthafte Kommunikation. Wenn sie noch ganz klein sind, müssen sie erst mal erfahren, was es bedeutet, (gut) zu kommunizieren.

Weil Neugeborene erst im Laufe der ersten Monate ihre Sichtstärke entwickeln, findet die Wahrnehmung deswegen primär über das Gehör, sowie Tast-, Geschmacks- und Geruchssinn statt. Wenn dein Baby nun bei dir ist und du es unmittelbar „ansprechen“ möchtest, erfährt es das mit allen Sinnen.

Es versteht nicht, was du sagst, aber es spürt: Hier möchte jemand mit mir Kontakt aufnehmen. Die ersten Kommunikationserfahrungen verlaufen also sehr unbewusst ab und werden nicht verstanden, sondern gefühlt und einfach mit den Sinnen wahrgenommen.

Zuwendung ist nonverbale Kommunikation. (Foto: Caroline Hernandez / Stocksnap)

Anders sieht das aus, wenn dein Kind in einem Kinderwagen liegt: Es sieht nichts, fühlt keinen Körperkontakt und hört distanzierte Stimmen. Oft ist es so, dass weitere Menschen drumherum stehen, auf das Kind hinuntersehen und miteinander konversieren. Woher soll das Baby nun wissen, wer – und ob überhaupt jemand – direkt mit ihm spricht?

Die sprechende Person muss sich tief zum Kind hinunterbeugen und möglichst ein Händchen nehmen, um ihm zu vermitteln: Ich spreche jetzt mit dir. Auch wenn es die Mutter oder der Vater sind, die da mit ihm sprechen, besteht eine Distanz. Das Kind erlebt Kommunikation als diffus, ungenau und indirekt.

In der Kindertrage verläuft die – unbewusst ablaufende – Kommunikation wesentlich direkter, intimer und kann selbst nonverbal aufrecht erhalten werden. Ein sanftes Streicheln über das Köpfchen oder ein behutsames Küsschen vermittelt dem Kind: Wir befinden uns im Austausch. Die Kommunikation verläuft so, wie sie das Kind am besten begreifen kann.

Für mehr Informationen wie Kinder kommunizieren, lies mal diesen oder diesen Artikel (Hinweis: beide Artikel sind auf Englisch verfasst).

Grund 3: Natürliche Bewegung

Wer sein Kind ab Geburt trägt, bereichert es schon früh um eine wichtige Erfahrung: Die der natürlichen Bewegung. In der Kindertrage liegend oder sitzend nimmt das Kind körperliche Bewegung wahr. Es erkennt Rhythmen, Höhenunterschiede (wenn sich der Träger beugt, streckt oder hinsetzt) und Richtungswechsel. Das Erlebte entspricht der Erfahrung, die es bereits im Bauch der Mutter gemacht hat.

Wenn das Kind älter wird und sich in Richtung selbstständiges Stehen und Gehen bewegt, sind das keine völlig neuen Konzepte. Bewegung wird als Konstante wahrgenommen, die im Grunde nur der Schlaf vollständig unterbricht.

Diese Wahrnehmung reduziert sich bei einem Kind, das grundsätzlich oder sehr häufig im Kinderwagen liegt und sitzt. Zwar wird der Wagen auch geschoben, jedoch ist die dabei erlebte Bewegung keine natürliche und gleicht nicht jenen Bewegungen, die es selbst erleben und erlernen soll.

Grund 4: Ein Win-Win für Eltern und Kind

All die vorher genannten Punkte führen zum letzten: Wenn dein Kind einen sanften Wandel erlebt, direkte Kommunikation (verbale und nicht-verbale) erfährt und natürliche Bewegungsabläufe mitmacht führt das zu einem holistischen Heranwachsen. Das Erfahren und Erleben deines Kindes passiert auf ursprüngliche, natürliche Weise und in deiner unmittelbaren Nähe.

Was gibt es Schöneres für Eltern, als das eigene Kind beim Lernen so optimal unterstützen zu können? Wahrscheinlich ein zufriedenes Lächeln von ihm. Und dafür stehen die Chancen bestens: Studien belegen, dass getragene Babys fröhlicher sind und weniger häufig weinen.

Fazit

All das bedeutet nicht, dass der Kinderwagen keinen Zweck erfüllt. Klar ist, dass es unter bestimmten Umständen einfach nicht möglich ist, das Kind zu tragen – beispielsweise bei bestimmten körperlichen Einschränkungen und Verletzungen, bei Zwillingen oder gar Drillingen.

Der Kinderwagen hält ein Baby nicht von seiner Entwicklung ab und auch „Kinderwagen-Kinder“ werden glückliche Menschen. Wer von beiden Welten das Beste will, kombiniert Kindertrage und Kinderwagen.

Wer sich aber ganz bewusst zwischen Kinderwagen und Kindertrage entscheiden möchte, kennt nun 4 gute Gründe zum Kauf der letzteren.

Und nun zu dir: Wie ist deine Meinung zum Thema „Kindertrage oder Kinderwagen?“ Schreib uns in einem Kommentar, wie du darüber denkst!

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